Jahresbericht des Vorstandes von DONUM VITAE in Bayern e.V.
auf der 1. Mitgliederversammlung am 11.11.2000

Redemanuskript Dr. Olaf Tyllack, stellvertretender Vorsitzender (es gilt das gesprochene Wort)

Sehr verehrte Damen und Herren,
liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

wie Sie alle natürlich wissen, hat unsere Gründungsvorsitzende Hanna Stützle aus dringenden gesundheitlichen Gründen im Sommer dieses Jahres den Vorsitz von Donum Vitae in Bayern aufgeben müssen. Für ihren maßgebenden und aufopfernden Einsatz werden wir ihr heute noch gesondert zu danken wissen. In Abstimmung mit Frau Maria Eichhorn als meiner Kollegin im Stellvertreteramt darf ich daher für den Vorstand sozusagen den "Bericht zur Lage der Nation" geben. Ich tue dies schon deshalb gerne, weil wir - um etwas vorzugreifen - auf einem guten Wege und bei nüchterner Betrachtung wohl auch wesentlich weiter gekommen sind, als wir dies ursprünglich hätten erwarten dürfen.

Vorab bitte ich um Verständnis dafür, wenn ich nachfolgend viele Punkte nur sehr knapp ansprechen kann. Sie alle wissen oder ahnen, wie vielfältig die Fragestellungen und Probleme waren, denen sich der Landesvorstand in diesem vergangenen Jahr stellen musste. Ich kann daher zwangsläufig nur versuchen, Grundlinien nachzuziehen.

1.

Als sich abzeichnete, dass die deutschen Bischöfe auf Weisung des Papstes gezwungen sein würden, aus dem staatlichen Schwangerenberatungssystem - einschließlich der Konfliktberatung, gegebenenfalls auch mit Ausstellung eines Beratungsscheines - auszusteigen, wurde am 24.09.1999 auf Bundesebene Donum Vitae ins Leben gerufen. Es handelte sich hierbei um eine Initiative des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, also derjenigen Institution in Deutschland, die unzweifelhaft wie keine andere demokratisch legitimiert ist, für die deutschen katholischen Laien zu sprechen und zu handeln. Ziel dieses neuen Hilfswerkes sollte es sein, nach dem zu befürchtenden Ausstieg der deutschen Bischöfe aus der Konfliktberatung in geeigneter Weise - dabei stets nach Möglichkeit subsidiär zu den bisherigen Trägern dieser Beratung - dafür Sorge zu tragen, dass auch künftig Beratung und Hilfe auch in Konfliktlagen für das ungeborene Leben und die betroffenen Frauen von Katholiken geleistet würden.

Die Vollversammlung des Zentralkomitees hat im November 1999 nach intensiver Aussprache in geheimer Abstimmung mit 141 gegen 16 Stimmen bei 4 Enthaltungen für Donum Vitae gestimmt. Mit ähnlich überwältigenden Mehrheiten bis hin zur Einstimmigkeit haben sich Diözesanräte und Vollversammlungen der großen katholischen Verbände für eine Fortführung der Konfliktberatung durch katholische Laien ausgesprochen. Sie alle wussten sich dabei eins mit der gleichfalls völlig eindeutigen Mehrheitsmeinung innerhalb der deutschen Bischofskonferenz, wie sie etwa in der von Kardinal Wetter im März 1999 in der Presse geäußerten Aussage zum Ausdruck kam, einen Ausstieg aus der Konfliktberatung im staatlichen System und den hieraus folgenden Schaden für das ungeborene Leben könne niemand verantworten. Ich stelle diesen Hinweis auf diese äußerst breite Legimitation des Anliegens von Donum Vitae von Gründung an bewusst an den Anfang meines Berichtes: Gerade in den letzten Wochen erleben wir ja verstärkt Angriffe Einzelner, im wesentlichen noch nicht einmal in Deutschland beheimateter Kirchenvertreter auf Donum Vitae, die in dem Vorwurf gipfeln, die katholische Kirche zu spalten, ja spalten zu wollen. Ich werde hierauf an anderer Stelle noch einmal kurz eingehen. Gerade bei der Beschreibung der Ausgangssituation bei Gründung von Donum Vitae sollte man sich aber in Erinnerung rufen, dass die deutschen Katholiken, auch und gerade die kirchlich engagierten und dem Kernbereich des deutschen Katholizismus zuzurechnenden Katholiken, wie auch Bischöfe und Seelsorger sich mit überwältigender Mehrheit darin einig waren, dass ein Ausstieg der katholischen Kirche aus der staatlichen Konfliktberatung ein schwerwiegender Fehler und Verlust sein würde. Gerade deshalb haben die deutschen Bischöfe ja noch Ende 1999 bei ihren Ad-limina-Besuchen beim Papst fast durchweg versucht, ihn umzustimmen bzw. zu einer pragmatischeren Lösung zu bewegen. Als Vorzeichen der Arbeit für Donum Vitae ist daher klar festzuhalten, dass für dieses Anliegen ein äußerst breiter entsprechender Grundkonsens bei Laien und Kirchenleitung in Deutschland vorhanden war.

Vor diesem Hintergrund ist die Gründung von Donum Vitae in Bayern als erster Landesverband am 26.11.1999 zu sehen.

2.

Der in der Gründungsversammlung gewählte Landesvorstand musste in den ersten Monaten zunächst verschiedene strukturelle Voraussetzungen schaffen, so die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht München und die steuerliche Anerkennung als gemeinnützige und nachfolgend auch als mildtätige Einrichtung durch das Finanzamt München für Körperschaften.

Nachfolgend stand die Entscheidung an, welcher Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege künftig Donum Vitae in Bayern vertreten solle. Eine solche Anbindung an einen Spitzenverband ist nach der Gesetzgebung Voraussetzung für die Vergabe staatlicher Geldmittel. Ein Antrag auf Zusammenarbeit bei der für uns zuständigen Caritas in München hätte trotz beiderseitiger Zugeneigtheit aus übergeordneten kirchlichen Erwägungen heraus keine Aussicht auf Erfolg geboten. Hierauf wurde beiderseits wohlwollend eine Zusammenarbeit mit der Diakonie erwogen. Die Diakonie hätte aber hierzu zunächst einmal ihre Satzung ändern müssen; dieser Vorgang hätte für Donum Vitae zuviel Zeit in Anspruch genommen. Wir haben deshalb schließlich im Mai eine entsprechende Vereinbarung mit dem Bayerischen Roten Kreuz abgeschlossen.

Eine weitere grundlegende Entscheidung war zu der Frage zu fällen, ob der Landesverband selbst als etwaiger Träger künftiger Beratungsstellen auftreten sollte oder ob die Entstehung von Ortsvereinen oder Regionalverbänden von Donum Vitae gefördert werden sollte, die dann ihrerseits Träger der jeweiligen Beratungsstelle geworden wären. Nach intensiver Diskussion hat sich der Landesvorstand schließlich einmütig dafür entschlossen, jedenfalls vorerst die Bildung rechtlich selbständiger örtlicher Gliederungen nicht zu fördern. Hierfür sprachen nicht zuletzt gewichtige praktische Gründe. So hätte jeder örtliche Verein als etwaiger Träger einer Beratungsstelle gesondert entsprechende rechtliche Strukturen schaffen müssen, die Anbindung an einen Spitzenverband aushandeln, die für die staatliche Förderung notwendige fachliche Trägerkompetenz nachweisen und die steuerliche Anerkennung erhalten müssen. Auch wären örtliche Gliederungen möglicherweise örtlichen Widerständen stärker ausgesetzt gewesen als der Landesverband. Rückblickend hat sich diese Entscheidung des Landesvorstandes sicher als richtig erwiesen. Auf der anderen Seite sind wir von Anfang an bemüht gewesen, örtliche oder regionale unselbständige Untergliederungen, Förderkreise oder ähnlich zu gründen, damit im Zusammenhang mit den einzelnen Beratungsstellen die örtliche Anbindung sichtbar wird. Manche dieser örtlichen Aktivitäten sind auch aus Eigeninitiative in Abstimmung mit uns entstanden, und wir sind hierüber äußerst glücklich. Wo solche Gliederungen noch fehlen, werden wir sie noch bilden müssen.

Die bisher vom Sozialdienst katholischer Frauen getragenen Beratungsstellen sind den örtlich oder regional zuständigen Vereinen des SkF zugeordnet. Nicht zuletzt aus dem Anliegen hieraus, den örtlichen Beratungsstellen eine Ansprechpartnerin vor Ort zu erhalten, wie es derzeit etwa die örtliche Vorsitzende eines SkF-Ortsvereines ist, haben wir das Modell der sogenannten Bevollmächtigten entwickelt. Weitere Motive waren die Überlegung, dass solche örtliche Bevollmächtigte vor Ort effektiver und kundiger agieren und unsere Anliegen vertreten können, zugegebenermaßen auch der Wunsch des Landesvorstandes, einen Teil seiner Arbeit an diese Bevollmächtigten abgeben zu können. Aufgaben und Vertretungsbefugnisse dieser Bevollmächtigten haben wir daher weitgehend ähnlich denjenigen einer derzeitigen Vorsitzenden des jeweiligen SkF-Ortsverbandes gestaltet. Auf diese Weise soll auch für die Mitarbeiterinnen der Beratungsstellen selbst die örtliche Zusammenarbeit wenigstens gutteils in ähnlichen Bahnen laufen können wie bisher. Für die bisher von der Caritas bzw. der Katholischen Jugendfürsorge getragenen Stellen mag der örtliche Bezug auf diese Weise sogar noch verstärkt werden. Noch haben wir nicht an allen Stellen geeignete Bevollmächtigte gefunden. Dies mag im Laufe der nächsten Zeit noch geschehen. Andernfalls ist die unmittelbare Zusammenarbeit mit dem Landesvorstand bzw. der künftigen Landesgeschäftsführung natürlich auch ohne eine Bevollmächtigte möglich.

Zwei weitere Entscheidungen, die mit der Gründung im Prinzip schon gefällt wurden, werden Ihnen zwar selbstverständlich erscheinen, sind es aber nicht notwendig: Ich spreche zum einen von der Frage, ob Männer und Frauen oder vielleicht doch nur Frauen Mitglied von Donum Vitae werden sollten. Die parallel zu Donum Vitae aus dem Sozialdienst katholischer Frauen hervorgegangenen Vereine "Frauen Beraten" haben bekanntlich aus der Verbandstradition des SkF heraus eine andere Wertung vorgenommen. Donum Vitae hingegen ist von Anfang an der Auffassung gewesen, dass beide Geschlechter gleichermaßen aktiv helfend und Farbe bekennend als Mitglieder eingebunden werden sollten. Dass die Männer sich so stark bei Donum Vitae engagieren würden, dass wir in der Tat erst seit einigen Wochen mehr weibliche Mitglieder als männliche haben, war freilich nicht unbedingt zu erwarten gewesen.

Die zweite Entscheidung war die, einen möglichst breiten Kreis von Mitgliedern anzustreben. Hier gehen nicht nur die Ortsvereine von Frauen Beraten, sondern auch wohl manche Donum Vitae-Gliederungen im übrigen Bundesgebiet etwas andere Wege. In Bayern haben wir es von Anfang an für wünschenswert gehalten, dass möglichst Viele durch ihre Mitgliedschaft unsere Arbeit stützen, nicht nur finanziell, sondern auch moralisch - ideell, und dass wir auch nach außen hin eine größere Standfestigkeit erlangen.

Heute haben wir die Zahl von 1000 Mitgliedern und regelmäßigen Förderern deutlich überschritten. Auf die gesamte Bundesebene gerechnet sind es übrigens wohl gut 7.000. Wenn die Beratungsstellen ihre Arbeit aufnehmen und nach Außen vor Ort sichtbar werden, wird diese Zahl hoffentlich noch einmal deutlich zunehmen. Freilich bleiben wir alle aufgerufen, um weitere Mitglieder zu werben. Nur so kann die Basis unserer Arbeit langfristig gesichert werden.

Soweit zunächst zur organisatorischen Entwicklung von Donum Vitae in Bayern e.V. Hinsichtlich der Entwicklung unserer finanziellen Situation darf ich auf den nachfolgenden Finanzbericht von Herrn Weinkamm verweisen.

3.

Lassen Sie mich knapp auf das Verhältnis zu anderen Institutionen eingehen, die für unsere Arbeit und das Umfeld, in dem diese Arbeit geschieht, maßgeblich sind:

Hier ist zunächst auf das Verhältnis zu den kirchlichen Trägern einzugehen, die die Konfliktberatung im staatlichen System für die Kirche derzeit ja noch wahrnehmen. Manchen von Ihnen wird auch aus der öffentlichen Berichterstattung in Erinnerung sein, dass es - glücklicherweise dürfen wir hier die Vergangenheitsform benutzen - eine Zeitlang Meinungsverschiedenheiten mit dem Sozialdienst katholischer Frauen auf Landesebene gegeben hat. Schon mit der Gründung von Donum Vitae hatte die bayerische SkF-Vorsitzende diesen Schritt als verbandspolitisch unerwünscht bezeichnet. Mit dieser Haltung sind wir auf Landesebene als Landesvorstand von Donum Vitae auch behandelt worden. Insbesondere die Männer in unserem Landesvorstand haben einige neue Erfahrungen sammeln dürfen, auf die wir nicht ungern verzichtet hätten, die wir aber mit Humor verarbeitet haben. Auch die Gewichtung im Spannungsfeld zwischen Schutz des ungeborenen Lebens und frauen- bzw. verbandspolitischen Prioritäten haben wir von Donum Vitae aus nicht immer nachvollziehen können. Dabei haben wir sachlich wie menschlich stets größtes Verständnis und Respekt für die große Enttäuschung des SkF über den Ausstieg der Bischöfe und die hieraus für den SkF sich ergebenden Belastungen gehabt. Lassen Sie mich an dieser Stelle in aller Deutlichkeit festhalten, dass wir uns von Donum Vitae aus in keiner Weise vorgedrängt haben, selbst Beratungsstellen zu übernehmen. Hätten die bisherigen Träger selbst Wege gefunden, entweder in unveränderter Form selbst oder durch ausgegründete eigene Vereine - wie nun in einigen Fällen geschehen - die Arbeit selbst fortzuführen, hätten wir selbstverständlich und gerne auf den Aufbau eigener Beratungsstellen verzichtet und allenfalls finanziell oder logistisch dort geholfen, wo dies nötig gewesen wäre. Aus diesem Grunde, im übrigen auch aus Respekt vor den bisherigen Trägern, können wir auch guten Gewissens sagen, dass wir uns durchgängig nie aktiv um Kontaktaufnahme zu den bisherigen Beratungsstellen bzw. Beraterinnen bemüht haben. Wir sind vielmehr immer erst dann in das Gespräch eingetreten, wenn dies vom örtlichen Träger oder von den örtlichen Beraterinnen gewünscht wurde. Nüchtern betrachtet haben wir hierdurch durchaus nicht unerheblich Zeit verloren. Aus unserer Grundhaltung heraus, nur subsidiär und nur als Geburtshelfer im Bedarfsfalle tätig zu werden, war diese Entscheidung aber auch im Nach-hinein richtig.

Umso glücklicher waren wir nach den etwas verstörenden Erfahrungen auf Landesebene, als wir ab Frühjahr dieses Jahres von den örtlichen SkF-Ortsverbänden und Beraterinnen angesprochen wurden und mit diesen in ein höchst konstruktives und durchweg menschlich sehr beglückendes Gespräch kamen. Durch die Bank haben wir dort, wo es um die konkrete Fortsetzung der Beratungstätigkeit vor Ort ging, mit unseren Ansprechpartnern sofort eine Übereinstimmung im Anliegen und eine Basis für konstruktive Lösungen gefunden. Ohne diese große Aufgeschlossenheit der Ehrenamtlichen wie auch der Beraterinnen um des gemeinsamen Anliegens willen wäre es uns kaum gelungen, die Arbeit der bisherigen Träger künftig fortzusetzen. Hierfür waren wir außerordentlich dankbar.

Die Zusammenarbeit mit den übrigen Trägern, also mit der Caritas und mit der Katholischen Jugendfürsorge, gestaltete sich im wesentlichen wohlwollend bis neutral. In einer Diözese blieb das Verhalten der Diözesancaritasleitung allerdings menschlich eher unverständlich und stand sicherlich auch im Gegensatz zu den Intentionen des dortigen Bischofs. Es ist müssig zu spekulieren, ob hier überholender Gehorsam im Hinblick auf einen anstehenden Bischofswechsel für manche problematische Behandlung langgedienter Mitarbeiterinnen mitverantwortlich war.

Zusammengefasst dürfen wir als Donum Vitae und dürfen auch die Beraterinnen mit den Modalitäten des Überganges vom alten auf den neuen Träger wohl durchaus zufrieden sein.

4.

Vielfältig und intensiv waren und sind die Kontakte zwischen dem Landesvorstand und dem Freistaat Bayern, insbesondere mit dem Bayerischen Sozialministerium. Frau Ministerin Stamm und der CSU-Fraktionsvorsitzende Alois Glück, die als Gründungsmitglieder zu Donum Vitae in Bayern gehören, haben uns - stets streng im Rahmen ihrer amtlichen Aufgaben - von Anfang an bis heute nachhaltig unterstützt und uns den Rücken gestärkt. An ihrem jeweiligen Platz haben dies auch viele andere Politikerinnen und Politiker getan. Dies gilt auch für Politiker und Beamte der Bezirksregierungen, der Landkreise und Kommunen. Den moralischen Zuspruch und die praktische Unterstützung, die uns die Kirchenleitung nicht geben konnte, haben wir auf diese Weise von der Politik und vom Staat erhalten. Wer die durchaus sehr massiven Angriffe etwa von Kardinal Ratzinger in seinem jüngsten Schreiben sieht, weiß, dass hierfür durchaus auch Rückgrat erforderlich war. Freilich wird Donum Vitae gegenüber anderen Trägern nicht einseitig bevorzugt, sondern gleich behandelt. Die vom Freistaat Bayern vorgesehene Erhöhung des staatlichen Finanzierungsanteiles für den Betrieb der Beratungsstellen von 50 auf 65 % kommt also auch allen anderen Trägern zugute.

Wir sind Frau Staatsministerin Stamm, Herrn Glück, aber auch ihren Mitarbeitern und einer Vielzahl von Politikern und Beamten sachlich wie menschlich im höchsten Maße zu Dank verbunden.

5.

In der Öffentlichkeit ist Donum Vitae auf Bundes- wie auf Landesebene von Anfang an in hohem Maße wahrgenommen und positiv beurteilt worden. Die Materie der Konfliktberatung ist äußerst kompliziert und durch eine vielfältige und verknotete Vorgeschichte Dritten eigentlich schwer zu vermitteln. Theologische Bewertungen, innerkirchliche Dispute und verbandspolitische Auseinandersetzungen erscheinen für nicht Betroffene ohnehin kaum von Interesse. Umso beachtlicher ist es, dass sowohl die Öffentlichkeit als solche als auch die Medien bis heute verblüffend aufmerksam und sensibel an dieser Problematik und an der Arbeit von Donum Vitae Anteil genommen haben und nehmen. Dies ist alles andere als selbstverständlich. Auch sind die Journalisten nach meinem Eindruck durchaus bemüht, sachgerecht und unpolemisch zu berichten. Bei alledem dürfen wir auch ohne rosarote Brille wohl feststellen, dass sowohl die öffentliche Meinung insgesamt als auch die Berichterstattung in Presse, Funk und Fernsehen Donum Vitae in hohem Maße wohlwollend gegenüber stehen. Die Mitglieder des Landesvorstandes haben hierzu durch eine Vielzahl von Interviews usw. versucht, ihren Beitrag zu leisten.

Ohne Zweifel besteht für Donum Vitae aber derzeit noch insoweit ein erhebliches Defizit, als derjenige in Bayern, der sich näher für Donum Vitae interessiert, Mitglied werden oder spenden will, im Moment noch kaum die Möglichkeit hat, uns überhaupt zu finden. Dies gilt jedenfalls, soweit er nicht einen unmittelbaren örtlichen Bezug zu einer Beratungsstelle oder zu einzelnen Mitgliedern zu Donum Vitae hat. Wir haben bis heute ja noch keine Geschäftsstelle, keine reguläre Briefadresse, nur ein Postfach. Wer uns ohne näheren Anhaltspunkt sucht, muss also schon eine gewisse detektivische Findigkeit besitzen. Dies wird sich mit dem Jahreswechsel ändern. Wir werden dann eine Landesgeschäftsstelle in der Luisenstraße 27 in München, nahe dem Hauptbahnhof, einrichten.

Auch haben wir bisher keine breite Werbung machen können. Unsere Werbeprospekte sind bisher nur sehr dezentral und eher zufällig nach den Möglichkeiten, die einzelne Personen zur Streuung unserer Prospekte hatten, verteilt worden. Da unsere Kräfte begrenzt waren, haben wir uns im Landesvorstand bewusst entschieden, zunächst die strukturellen Voraussetzungen zu schaffen, dann die Gespräche mit Dritten zu führen, dann die künftigen Beratungsstellen zu klären und organisatorisch abzusichern und dann erst mit einer breiten Werbung nach außen zu gehen. Auf Bundesebene wird derzeit eine größere Werbekampagne mit den vielfältigen dazugehörigen Materialien vorbereitet. Ergänzend führen wir Gespräche mit einer Werbeagentur in München, die über spezielle Erfahrungen im caritativen Bereich verfügt. Im Laufe der nächsten Monate werden wir die entsprechenden Materialien sowohl für die allgemeine Mitglieder- und Spendenwerbung als auch für die Darstellung unserer Arbeit vor Ort entwickeln.

Freilich muss ich in diesem Zusammenhang eine allgemeine - in keiner Weise auf Bayern beschränkte - Beobachtung ansprechen: Wie schon ausgeführt, erhalten wir fast durchweg sehr viel Zuspruch und Schulterklopfen. Der nächste, an sich erforderliche Schritt, über die Zustimmung hinaus nach dem Motto "Ich finde es gut, dass ihr das macht" hinaus auch etwas Praktisches zu tun, etwa einmalig oder mehrfach zu spenden oder Mitglied zu werden, fällt offensichtlich unwahrscheinlich schwer. Auch von millionenfachem Zuspruch kann man aber keine einzige Beraterin auch nur eine Stunde bezahlen. Hier muss es ein Umdenken geben. Ich kann sie alle nur herzlich bitten, das Ihre dazuzutun, dass möglichst Viele von wohlwollenden Beobachtern zu aktiven Helfern werden.

6.

Naturgemäß spannend war und bleibt das Beziehungsfeld zwischen Donum Vitae und der katholischen Kirche:

Es ist hier nicht der Ort, die unterschiedliche theologische Bewertung einer Beratung im staatlichen Beratungssystem einschließlich der Ausgabe eines Beratungsscheines darzustellen. Ich halte nur kurz fest, dass es - was gelegentlich aus dem Blickfeld zu entschwinden droht - innerhalb der katholischen Kirche nur eine Auseinandersetzung um den richtigen bzw. besseren Weg gibt, das ungeborene Leben zu schützen, niemals aber um die unbedingte Notwendigkeit des Schutzes auch des ungeborenen Lebens als solche. In diesem Ziel sind sich alle Katholiken einig.

Es geht also allein darum, ob das uneingeschränkte Zeugnis und Eintreten der katholischen Kirche für den Schutz des Lebens durch die Teilnahme am staatlichen Beratungssystem verdunkelt wird, wie dies der Papst sieht, bzw. ob durch die Ausgabe einer Bestätigung über die erfolgte Beratung "zum Leben hin" trotzdem ein unzulässiger Beitrag zur Tötung geleistet wird, wie etwa Kardinal Meisner dies darstellt. Dem steht die Überlegung gegenüber, dass gerade der Schutz des menschlichen Lebens nur dort wirksam gefördert werden kann, wo Frauen in Konfliktsituationen Beratung in Anspruch nehmen müssen und wollen. Diese Hilfe zu versagen, könnte dann als unterlassene Hilfeleistung anzusehen sein. Zudem hat Kirche dort mit Hilfe präsent zu sein, wo sie gebraucht wird. Die beiderseitigen Positionen sind hinreichend bekannt. Neue Argumente vermag ich auch den letzten Schreiben etwa von Kardinal Ratzinger an den Bayerischen Ministerpräsidenten oder des Apostolischen Nuntius an einige Privatpersonen in Deutschland nicht zu entnehmen. Wir sehen daher auch keine Veranlassung, von der aus guten Gründen und in Übereinstimmung mit der bisherigen Haltung der deutschen Bischofskonferenz und einer Vielzahl qualifizierter Theologen gefundenen Haltung abzuweichen.

Die Bayerischen Bischöfe haben sich im Frühjahr dieses Jahres eingehend damit befasst, wie sie einer Fortführung der Konfliktberatung durch Donum Vitae und Frauen Beraten gegenüber stehen sollen. Das Votum der bayerischen Bischöfe erscheint uns unter den gegebenen Umständen als ausgewogen und stimmig. Die bayerischen Bischöfe erkennen - im Gegensatz zu den jetzt wiederholten Angriffen Dritter - an, dass es sich um ein Handeln von Katholiken handelt, aber im weltlichen Bereich und gerade nicht im Namen der Kirche. Sie halten fest, dass es sich bei der Beratung einschließlich gegebenenfalls der Ausgabe eines Beratungsscheines eben nicht um einen Beitrag handelt, der final, also zielgerichtet auf eine Tötung des ungeborenen Lebens hinzielt, sondern lediglich um eine von Gesetzes wegen unausweichliche Bestätigung des Sachverhaltes, dass eine Beratung mit dem Ziel stattgefunden hat, Leben zu schützen. Dieses Verhalten ist aus Sicht der bayerischen Bischöfe nicht sittlich verwerflich, nicht unethisch, mit anderen Worten nicht sündhaft. Mit dieser klaren Bewertung kann Donum Vitae in Bayern getrost leben und arbeiten.

Außerhalb Bayerns wird dies bekanntlich an einigen Orten und insbesondere in Rom anders gesehen. Es bleibt aber zunächst festzuhalten, dass eine abschließende theologische Bewertung eindeutig bisher nicht vorliegt. Schon von daher ist es legitim, die bis vor kurzem noch von fast allen und derzeitig jedenfalls von den bayerischen Bischöfen noch vertretene Haltung noch zu teilen.

Zum anderen enthalten die Angriffe von Kardinal Ratzinger und des Nuntius Lajolo Bewertungen, die schlicht dem Sachverhalt nicht gerecht werden. Es wird dort der Eindruck erweckt, Donum Vitae trete als katholische Laienorganisation auf. Genau dies tun wir aber bewusst nicht. Die Unterscheidung zwischen Handeln im Namen der katholischen Kirche einerseits und Handeln von Katholiken im weltlichen Bereich andererseits ist theologisch seit je anerkannt, im kanonischen Recht verankert und sachlich im Grunde nicht zu diskutieren.

Nur über eine tatsachenwidrige Prämisse, nämlich die Behauptung, Donum Vitae bezeichne sich selbst als katholische Organisation, kann damit der Vorwurf begründet werden, dies geschehe zu Unrecht, weil die katholische Kirche Donum Vitae eben nicht als katholische Organisation anerkenne.

In diesem Zusammenhang wird namentlich von Kardinal Ratzinger ein zweiter Vorwurf erhoben: Donum Vitae ziele praktisch auf eine Abtrennung der Laienchristen von der Hierarchie und insbesondere von Rom und schaffe damit einen Dualismus von Laienkatholizismus und sogenannter Amtskirche, der auf Dauer einen tiefen Riss in die Kirche tragen müsse und das Wesen des katholischen Verständnisses von Glaube und Kirche zuinnerst verletze. Die grundlegende Philosophie von Donum Vitae ziele darauf ab, die Gesamtheit der Priester als eine eigene Kirche - die Amtskirche - darzustellen und ihr die Gesamtheit der Laien als eine selbständige Größe gegenüberzusetzen.

Diese Darstellung, wie sie hier gegenüber dem Bayerischen Ministerpräsidenten und anderorts auch gegenüber Dritten gegeben worden ist, ist zutiefst unwahr und verletzend. Ich verstehe durchaus die Sorge um die Einheit der Kirche. Eine solche Darstellung der unterstellten Ziele von Donum Vitae - und der Ausdruck "Zielen" beschreibt hier nicht nur denkbare objektiv mögliche Folgen, sondern eben auch eine bewusste Absicht bei Donum Vitae - kann nur entweder auf einer groben Wahrnehmungsstörung oder auf einer bewussten Fehldarstellung des objektiv Gesehenen beruhen. Beides bleibt gleichermaßen beunruhigend. Wir alle wissen, dass wir in Treue zu dieser Kirche stehen und nicht im geringsten auch nur damit einverstanden wären, geschweige denn es darauf anlegen, die Kirche zu spalten. Weder eine horizontale Spaltung zwischen konservativem, vielleicht engerem Kirchenverständnis einerseits und breiterer Auffassung andererseits noch eine vertikale Spaltung zwischen Priesterkirche bzw. Klerus einerseits und Laien andererseits liegt in unserer Absicht. Wir können daher nur hoffen, dass diese Form der Missinterpretation und Herabsetzung bald ein Ende finden wird. Weder wollen wir einen Konflikt mit unserer Kirche noch lassen wir uns in die Rolle von Spaltern und Schismatikern drängen.

7.

Ich hoffe Sie haben nun einen gewissen Überblick gewonnen, welchen Aufgaben sich der Landesvorstand von Donum Vitae in Bayern im vergangenen Jahr gegenübergesehen hat und wie wir versucht haben, angemessene und tragfähige Lösungen zu finden. Es bleibt mir nun noch, Ihnen einige Eckdaten zu nennen, wie die Tätigkeit ab 01.01.2001 in Bayern aussehen wird:

Es gibt in Bayern derzeit 23 Beratungsstellen, die staatlich anerkannt und gefördert werden. Von diesen 23 Beratungsstellen werden künftig zwei in München von Frauen Beraten fortgeführt werden, eine in Ingolstadt und eine in Würzburg, also insgesamt 4. Die Stelle in Ansbach wird mit unserem Wohlwollen von der Diakonie übernommen. Die Beratungsstelle in Kempten wird nicht aufrecht erhalten werden können; es wird jedoch wohl einen Außensprechtag von Donum Vitae geben. Es verbleiben damit noch 17 weitere Stellen in ganz Bayern. Diese werden sämtlich von Donum Vitae in Bayern fortgeführt werden. In der Gesamtschau bedeutet dies: An allen bisherigen Standorten, an denen katholische Träger Konfliktberatung staatlich gefördert im staatlichen System angeboten haben, wird künftig katholisch geprägte - im Falle Ansbach jedenfalls: christlich geprägte - Beratung weiterhin im staatlichen System angeboten werden. Es ist dies ein Ergebnis, das wir zu Beginn unserer Arbeit nur in den kühnsten Träumen verstohlen erhofft hätten.

Wir sind uns dabei sehr wohl bewusst, dass ohne verschiedene zusammenwirkende glückliche Umstände dieses positive Ergebnis kaum hätte erreicht werden können. Ich erinnere noch einmal an die erhöhte staatliche Förderung. Eine weitere ganz entscheidende Voraussetzung war die Bereitschaft der Beraterinnen und weitgehend auch der Verwaltungsangestellten in den Beratungsstellen, zu Donum Vitae zu wechseln. Der weit überwiegende Teil der bisher in der kirchlichen Beratung tätigen Mitarbeiterinnen wechselt zu den neuen Trägern. Wir haben nie verschwiegen, dass wir als neuer Verein erhebliche wirtschaftliche Probleme zu lösen haben. Auch lässt es sich unter dem Krummstab bekanntlich gut leben, und viele Mitarbeiterinnen sind schon lange, teilweise jahrzehntelang bei der Kirche beschäftigt. Umso höher ist es den wechselnden Mitarbeiterinnen anzurechnen, dass sie um der Sache willen zu uns zu wechseln bereit sind. Dies ist alles andere als selbstverständlich und verdient allerhöchsten Respekt. Wenn ich vor diesem Hintergrund die Zögerlichkeit mancher Katholiken sehe, auch nur irgendetwas für Donum Vitae zu tun, weil dies ja vielleicht in irgendeiner Weise einmal von Nachteil sein könnte, wird die Tapferkeit dieser Frauen erst recht deutlich.

Ich nenne die Standorte der künftigen Donum Vitae Beratungsstellen:

  • in Oberbayern Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen, Mühldorf, Traunstein und Rosenheim
  • in Niederbayern Deggendorf, Landshut und Passau,
  • in der Oberpfalz Amberg, Regensburg und Weiden,
  • in Oberfranken Bamberg,
  • in Mittelfranken Nürnberg,
  • in Unterfranken Aschaffenburg und
  • in Schwaben Augsburg, Memmingen und Neu-Ulm.

In der Regel gehören zu einer Beratungsstelle noch eine oder mehrere Außenstellen und Außensprechtage. Der Einzugsbereich der neuen Beratungsstellen geht also deutlich über die genannten Standorte hinaus.

Nicht alle Beratungsstellen sind schon endgültig von den jeweiligen Bezirksregierungen anerkannt. Dies liegt vor allem daran, dass in Einzelfällen noch über die genaue Beschreibung des zugewiesenen Bezirkes oder über die genaue personelle Besetzung der Stelle nachgedacht wird. Die Standorte als solche stehen aber fest.

In den meisten Fällen haben wir neue Mieträume suchen müssen. In kirchlichen Räumen können wir grundsätzlich nicht bleiben. Wir haben bewusst auch gar nicht erst versucht, dies zu erreichen, um kirchliche Träger nicht in Verlegenheiten zu bringen. Soweit ich sehen kann, sind die neuen Räume nach Lage und Ausstattung aber durchweg eher besser geeignet als die bisherigen.

Die Finanzierung des Beratungsbetriebes erfolgt wie bekannt künftig zu 65 % der vom Staat anerkannten Kosten durch den Staat und zu 30 % durch Landkreise bzw. Kommunen. Dass wir über den damit nach Förderungsschlüssel fehlenden Eigenanteil von 5 % hinaus auch weitere Kosten sowohl für die einzelnen Stellen als auch für die Kosten unserer landesweiten Tätigkeit aufbringen müssen, ist offenkundig. Die Höhe dieser Aufwendungen wird unter anderem davon abhängen, zu welchem Zeitpunkt die staatlichen Erstattungen kommen bzw. inwieweit hier vorfinanziert werden muss. Der jährlich von uns selbst aufzubringende Anteil kann sich auf einen Betrag zwischen DM 1.500.000,00 und DM 2.000.000,00 belaufen. Es besteht also kein Anlass, die Hände in den Schoß sinken zu lassen.

An einer Reihe von Standorten - Einzelheiten sind nur teilweise bekannt - wird die Kirche selbst auch künftig mit einer kirchlichen Beratung außerhalb des staatlichen Beratungssystemes präsent bleiben. Insbesondere nach der Entscheidung des Freistaates Bayern, auch durch kirchliche Beratungsstellen künftig Hilfsmittel für bedürftige Frauen aus staatlichen Stiftungsmitteln ausreichen zu lassen, wird hier eine gewisse Konkurrenzsituation entstehen. Im Hinblick auf die weitgehende Kontinuität der Beratung und natürlich im Hinblick auf deren Qualität braucht Donum Vitae eine solche Konkurrenz grundsätzlich nicht zu fürchten. Im übrigen hoffen wir, dass die Zusammenarbeit menschlich wie fachlich kooperativ und gut erfolgen kann; unsere Beraterinnen werden sicherlich alles in dieser Richtung tun. Wenn umgekehrt die neuen bischöflichen Richtlinien für die künftige kirchliche Beratung derzeit noch ausdrücklich vorsehen, dass kirchliche Beraterinnen auch im Konfliktfall nicht auf Donum Vitae oder eine ähnliche Stelle hinweisen dürfen, die notfalls auch den Beratungsschein ausstellen darf, so bleibt zu hoffen, dass dieses Hindernis für eine Zusammenarbeit entweder offiziell entfallen oder in der Praxis nicht beachtet werden wird. Ebenso setzen wir als selbstverständlich voraus, dass auch kirchliche Hilfsmittel für bedürftige Frauen, gerade auch in klassischen Konfliktsituationen, auch weiterhin auch dann in Anspruch genommen werden können, wenn die hilfsbedürftige Frau sich deswegen an Donum Vitae gewandt hat.

8.

Abschließend habe ich zu danken:

  • den Medien für ihre wohlwollende und fundierte Berichterstattung
  • wie bereits angesprochen den Politikern und Beamten des Freistaates Bayern und der Gebietskörperschaften,
  • den bayerischen Bischöfen für ihre nicht selbstverständliche ausgewogene und uns nicht hindernde Beurteilung unserer Arbeit
  • den vielen, die innerhalb und außerhalb von Donum Vitae unsere Arbeit finanziell und ideell fördern, Laien wie Geistlichen.
  • Ich habe den Mitarbeiterinnen der Beratungsstellen und den Ehrenamtlichen vor Ort dafür zu danken, dass durch ihre mutige Entscheidung die umfassende Fortsetzung der Beratungstätigkeit in katholisch geprägter Trägerschaft möglich wird.
  • Und ich habe meinen Vorstandskollegen zu danken, die sich in einer zumindest an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gehenden Weise für unser gemeinsames Anliegen einsetzen. Ohne unsere menschliche und sachliche Geschlossenheit und Übereinstimmung wäre unsere Arbeit nicht so möglich gewesen.
  • Zu allerletzt dürfen wir sicherlich auch nicht vergessen, zu gegebener Zeit und an gegebenem Ort unserem Schöpfer zu danken und ihn um seinen Segen zu bitten. Mit einer Zusage für eine Spende von DM 40.000,00 hat uns der Geschäftsführer einer den Jesuiten nahestehenden Stiftung vor einiger Zeit gewünscht, wir mögen für unsere Arbeit den Segen, den uns die Kirche nicht geben könne, vom Herrn der Kirche erhalten. Dies ist in der Tat unsere Hoffnung.

Ich danke Ihnen.